Hallo, ich bin Petra Kulmer …

… und irgendwann in meinen jungen Jahren beschloss ich – bewusst, aber viel mehr unbewusst, dass ich meine Seele und mein Herz verschließe. Das wirkte sich so aus, dass ich im Prinzip „Angst vor der Liebe und vorm Leben“ hatte. Ich versuchte ständig, alles zu kontrollieren (was ich damals nicht wusste, dass das so war), hörte mehr auf andere, als auf meine eigenen Gefühle und flüchtete vor Situationen, die mir Angst machten.

Ich dachte als Kind, dass da kein Platz für meine wahren Gefühle in der Welt ist. Die Folge war, dass ich mir selbst etwas Furchtbares antat: Ich schnitt mich selbst von meinen Herzenswünschen und Bedürfnissen ab. Ich sperrte damit wichtige Wesenszüge meiner Person irgendwo in mir drin ein. Das fiel mir damals leicht – schließlich wurde ich leistungsorientiert erzogen und in dem Glauben, dass die äußere Welt viel wichtiger ist, als ich es bin.  

Ich hörte also nicht auf mein Herz, sondern folgte den Wahrheiten von anderen – besser kann ich das heute nicht sagen. Und so war es nur natürlich, dass ich auf meinem Weg viele Erfahrungen machte, die mich innerlich verletzten. Ich war ja nicht auf meinem Herzensweg unterwegs …

Ich zeigte die „wahre Petra“ so gut wie gar nicht – schließlich wollte ich sie ja gar nicht kennen. Ich „verbog“ mich für die Menschen, die mir etwas bedeuteten. Genau das hatte ich als meinen Lebenszweck auserkoren. Das Ganze lief komplett unbewusst ab, wie ich heute weiß.

Die Jahre vergingen, ich erlebte natürlich auch viele tolle und spannende, liebevolle Momente und ich genoss das Leben in vollen Zügen. Vor allem hielt ich mich an die materiellen Dinge, alles „Geistige“ lehnte ich ab. Bis – ja bis zu dem Tag, an dem mein Herz berührt wurde und zwar ganz tief drin. Das war zweimal: Das erste Mal, als mir bewusst wurde, wie viele Tiere unglaublich gefoltert und getötet werden, nur damit wir Menschen sie essen können und das zweite Mal, als ich mich unsterblich verliebte.

Da bemerkte ich plötzlich, dass es da noch etwas anderes gab, als das, was ich bisher gelebt hatte. Es war dieses Berühren meines Herzens, das mich mir selbst wieder näher brachte. So machte ich mich auf die Reise und erkannte mich neu. Ein langer Prozess der innerlichen Reinigung, des Ausmistens, des Neu-Definierens, wer ich wirklich bin folgte. Es war der Prozess, wo ich mein Leben von Grund auf neu formte.

Heute weiß ich – nach all der, oft als schwierig empfundenen Zeit, dass alles notwendig war, damit ich wieder “ganz” und vor allem authentisch werden konnte. Bis dahin hatte ich mein wahres Wesen einfach „dahinvegetieren“ lassen. Ich bin unendlich dankbar für alle Lektionen, für all die tollen Menschen, die mich begleitet haben und es teilweise noch immer tun. Die Jahre meiner persönlichen Entwicklung waren großteils anstrengend, aber niemals möchte ich sie missen! Schließlich bin ich zuhause bei mir angekommen! Das Leben ist wunderbar und schön. Pure Freude, am Leben zu sein – ja, so fühlt sich das heute für mich an. Und gerne teile ich das mit jedem, der sein Leben ebenfalls echt und seinem Herzen folgend angehen will …

Ich kann heute sagen: Ich bin ein zweites Mal geboren. Die Jahre, wo ich all den „Seelenmüll“ ausmistete, mit dem ich mich selbst zugeschüttet hatte, waren nicht leicht. Doch ich blieb dabei und wollte zu mir heim – das weiß ich heute. Diese Jahre führten mir teils hart vor Augen, wie sehr ich mich selbst verraten und verkauft hatte. Doch ich bin unendlich dankbar dafür, denn genau diese Jahre waren die Zeiten des Umbruchs, der Neuorientierung, der emotionalen Reifung und der Selbsterkenntnis.

Ich hatte viel zu tun damals. Mir wurden viele Dinge bewusst, vor denen ich bis dahin geflüchtet war – wie z.B., dass meine Gefühle ein verlässlicher „Anzeiger“ für die Richtung in meinem Leben sind. Doch in der Zeit, wo ich sie neu kennenlernte, waren sie „beleidigt“, wenn man so will – es war wie eine Flut, die über mich hereinbrach und ich stellte mich dieser Flut, obwohl das für mich zeitenweise die reine Hölle war. Ich weiß heute, dass der Satz, dass man die Hölle selbst in sich trägt, wahr ist.

Doch in all den Zeiten war etwas mächtiger, als all diese unangenehmen Seins-Zustände, Ängste und Zweifel: Mein Glaube an die gute Kraft des Lebens war mein Rückhalt, wenn es sich für mich zeitweise so anfühlte, als ob mich jeder Mensch verlassen und ich keine Daseins-Berechtigung mehr hätte.

Heute sehe ich diese Jahre als Reinigung, Lehr- und Lernjahre sowie als Läuterung meines Charakters. Ich bin „gewachsen“ in all der Zeit und lernte, mir treu zu sein. Und all das Schwere war notwendig, denn sonst wäre ich „blind“ für mein echtes Leben geworden, wo ich das anstrebe, was mich glücklich macht.  

Ich war immer eine optimistische Frau – nur anders. Mehr im oberflächlichen Sinne. Erst durch diese Jahre des inneren Reinigens und Klärens erkannte ich die Wichtigkeit einer persönlichen „Ganzheit“ – und deshalb gibt es heute „Mein ganzes ICH“.

Heute sehe ich das Projekt „Mein ganzes ICH“ als meine Lebensaufgabe, meine Bestimmung. Durch mein Leben selbst und durch meine eigene Transformation wurde mir bewusst, dass ich mich schon immer mit der positiven Entwicklung des Menschen beschäftigt hatte. Mit der dauerhaften Transformation (Verwandlung) von etwas Negativem ins Positive.

Meine Aufgabe sehe ich heute darin, anderen Menschen die Mittel, Werkzeuge und Wege zur Verfügung zu stellen, die ich finden konnte. Es geht dabei um einen Weg, wo man das Ganzwerden in die eigene Hand nimmt und sich selbst aus einem Sumpf bzw. Schlamassel zieht.

Wenn man so will, ein Selbst-heil-Werden und zwar durch eigenen Einsatz. Ohne Arzt, ohne Medikamente, dafür mit dem Glauben an das Gute und mit einem starken Willen. Die schweren Zeiten waren das Ausbilden von wichtigen Charakter-Eigenschaften und ein Sich-selbst-annehmen-Lernen.

Und so lehre ich heute meine eigene Methode „Mein ganzes ICH“, nachdem ich natürlich die dafür nötigen Ausbildungen absolviert habe.

Heute bin ich unbeschreiblich dankbar für meinen Weg. Nur so habe ich mein Herz und meine Seele neu ins Leben rufen können. Ich vertraue mir, vertraue auf Gott und fühle mich mit dem Leben selbst verbunden. Ich bin froh, dass ich so viele tiefe Gefühle habe. Ich fühle heute großen inneren Frieden, viel Liebe, Mitgefühl und Mut in mir. Und ich führe ein selbstbestimmtes Leben, in dem mir nie langweilig wird. Das alles und noch mehr ist der Lohn nach den harten „Lehrjahren“.

Genau das will ich an andere Menschen bei „Mein ganzes ICH“ weitergeben: Nur Mut – du bist genau richtig, wie du bist. Nimm dein Leben in die Hand und vertraue. Tu deinen Teil dazu und das Leben wird dich belohnen.

Ich glaube fest daran – nein, ich weiß, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, sein ganzes Potenzial zu entfalten und seine größten Herzenswünsche zu verwirklichen. Ich möchte Mut und Zuversicht geben und dass da Hoffnung für jeden von uns ist. Nach jedem Tal kommt die sonnige Höhe. Wir können alle der Gestalter unseres Lebens sein.

Jeder Mensch hat Glück und Liebe und das Gute im Leben verdient. Man muss nur selbst danach suchen, wenn es noch nicht bei einem ist. Also: Mach dich auf die Suche nach deinen Herzenswahrheiten – folge einfach dir selbst!

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